erforschen

Symposium ’25: 100 Jahre Willigis Jäger

Impressionen


Musik: Helge Burggrabe

Applaus für das Benediktuhof Team

Das Symposium im Deutschlandfunk


„Das Göttliche in uns“ – 100 Jahre Benediktiner und Zen-Meister Willigis Jäger ein Beitrag von Gisa Funck

Aufzeichnungen Vorträge & Podiumsgespräche


Vortrag: „Sein im Werden. Transformation als Lebensprinzip“ (kein Video vorhanden)

Helge Burggrabe

Werden wir dem Begriff Transformation gerecht, wenn wir ihn auf den Kontext gesellschaftspolitischer Herausforderungen und Notwendigkeiten beschränken? Für den Komponisten und langjährigen Seminarleiter Helge Burggrabe stellt Transformation vielmehr ein Lebensprinzip dar, das uns auch die Natur immer wieder vorlebt. Er stellt zwei Aspekte in den Mittelpunkt des Themas: Einmal die Frage nach der ganz persönlichen Berufung und Stimme in der Welt und zum anderen die wichtigste „Zutat“ für Transformation: Vertrauen.  Mehr zu Helge Burggrabe am Benediktushof

Zum Vortrag: „Mystik und Transformation“

Prof. em. Dr. phil. Claus Eurich

Was hat Transformation mit Mystik und Mut zu tun? „Mystik sagt bedingungslos Ja zu unserem Sein“, lautet die schlichte Antwort von Claus Eurich. Dabei beschreibe Mystik einen Prozess auf dem Weg zu einem Eins-Sein: „Erfahren wir uns als Teil des Ganzen, übernehmen wir Verantwortung für dieses Ganze, und zwar auf genau unserem Platz“. Diese spirituelle Sehnsucht nach Sinn und Verbundenheit ist zeitlos. Mystiker aller Jahr-hunderte, von Rumi, über Albert Schweitzer, Elly Hillesum bis Willigis Jäger greifen sie immer wieder auf wie Claus Eurich in seinem Vortrag zeigt.

Zum Vortrag: „Die Tür zur Zukunft geht nach Innen“

Matthias Horx

Er sagt: „Die Tür zur Zukunft geht nach innen auf“ – und das geschehe bereits vielerorts, oft im Alltäglichen, im Lokalen, im unermüdlichen Engagement zahlreicher Menschen. Dieses Engagement werde nachhaltig und langfristig in die Gesellschaft hineinwirken. Dazu zählen auch und gerade Meditation sowie die Auseinandersetzung mit Weisheits- und Bewusstseinsfragen, so wie es am Benediktushof seit über 20 Jahren konfessionsübergreifend praktiziert wird. Welch ein zuversichtliches Bild: „Die Tür zur Zukunft geht nach innen auf!“.

Zum Vortrag: „Human first. AI second. Plädoyer für eine werteorientierte Nutzung von KI“

Prof. Dr. Sarah Spiekermann

Denken ist wie googlen – nur krasser! Was nach einem lustigen Kalenderspruch klingt, hat in Zeiten von ChatGPT, KI und Co. einen ernsten Hintergrund, findet Sarah Spiekermann. Sie leitet das Institut für Wirtschaftsinformatik & Gesellschaft an der WU Wien. Nehmen uns Computer irgendwann das Denken komplett ab und wenn ja, mit welchen Konsequenzen für die Menschheit und (Zwischen-)Menschlichkeit? Braucht es Regeln und eine klare Ethik? Und sollten wir uns eher auf den Fortschritt freuen oder ist Skepsis und Zurückhaltung angebracht?

Zum Vortrag: „Wie Menschen Verbundenheit erleben“ – Eine tiefenpsychologische
und repräsentative Untersuchung

Frank Quiring

Menschen sehnen sich nach Verbundenheit und erleben gleichzeitig wie sich aktuell Strukturen von Verbundenheit aufzulösen scheinen – gesellschaftlich, politisch, persönlich. Frank Quiring erforschte mit seinem Team vom rheingold-Institut das Phänomen „Verbundenheit“ in Wechselwirkung mit gesellschaftlichen Veränderungen: Wo und wie erleben Menschen Verbundenheit? Was fördert das Entstehen von Verbundenheit? Die Ergebnisse erweitern unseren Blick auf die Verbundenheit.

Zum Vortrag: „Meditation und das Erleben von Verbundenheit“ – Eine Studie unter Langzeit-
Meditierenden

Dr. Dr. Maren Michaelsen

Wie verhalten sich Verbundenheit und Meditation zueinander? Dieser Frage ging Dr. Dr. Maren Michaelsen, Forschungsleitung Integrative Gesundheitsförderung an der Universität Witten/Herdecke, in einer Studie nach: Langzeitmeditierende wurden darin zu ihren Erfahrungen, Erleben von Verbundenheit und Beobachtungen befragt. Was motiviert Menschen zu meditieren? Wie verändert sich das Erleben durch eine regelmäßige Meditationspraxis? Mit was fühlen wir uns verbunden? Mit uns, dem Leben, der Natur?

Alexander Poraj

Zum Podiumsgespräch: „Getrennt? Ver-bunden? Gemein-sam? Einsam?

Dr. Alexander Poraj mit Dr. Dr. Maren Michaelsen und Frank Quiring

Wie kann Verbundenheit auf gesellschaftlicher Ebene entstehen? Ist der Wunsch nach Verbundenheit ein unerreichbares, gesellschaftliches Ideal? Sind Wettbewerb und Individualisierung, der Schwund von Konsens und Verbundenheit der Preis unserer Selbstverwirklichung? Und überschätzen wir vielleicht auch unseren eigenen Einfluss und unsere Gestaltungsmöglichkeiten auf komplexe Systeme?  Gemeinsam stellen sich die Podiumsteilnehmer:innen den vielen Aspekten des Phänomens Verbundenheit. Nicht zuletzt auch anhand der Frage: Ist unser Gestaltungswille – zum Beispiel über meditative Praxis – überhaupt gerechtfertigt oder überschätzen wir hier uns und unsere Möglichkeiten?

Kerstin Rudolph

Zum Podiumsgespräch: Kontemplation und Aktion

Kerstin Rudolph mit Barbara Wegmüller, Sophia Heinlein und Sebastian Spitzhüttl

Wie kann Spiritualität gelebt werden? Auf dem Marktplatz, mitten im Leben? Verändert uns die spirituelle Praxis? Und wie unterscheiden sich die Erfahrungen und Erkenntnisse einer Friedensaktivistin, dem Geschäftsführer eines mittelständischen Familienunternehmens und einer jungen Psychologin? Sophia Heinlein engagiert sich im Future Lab für die Generation Zukunft am Benediktushof, Sebastian Spitzhüttl im Präsidium der West-Östlichen Weisheit Willigis Jäger Stiftung und Barbara Wegmüller bei den Zen-Peacemakern. Bei allen Unterschieden – Alter, Geschlecht, Meditationserfahrung, sozialer und beruflicher Kontext – haben sie eins gemein: das Interesse an den spirituellen Traditionen und eine gelebte Praxis.

Ausblick 2026: Stiftungssymposium 13. -15. November

Rituale geben Halt, verbinden uns mit dem Wesentlichen und begleiten Übergänge im Leben. Dieses Symposium lädt dazu ein, die verborgene Kraft von Ritualen (wieder) zu entdecken.

Auszug der Referent:innen

Prof. Michael Norton
Verhaltenswissenschaftler, Verhaltensökonomie- Forscher, Harvard Business School- Professor, Autor: „Rituale, die dein Leben verändern“.
Dr. phil., Dr. theol. habil. Bernhard Uhde
Religionswissenschaftler und Religionsphilosoph.
Dr. Carola Roloff
Tibetologin, Buddhologin und ordinierte buddhistische Nonne.
Prof. Dr. med. Franz X. Vollenweider
Chefarzt, Department für Erwachsenenpsychiatrie und Psychotherapie, Neurophenomenology of Consciousness, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich.

Rituale

-> als Bewusstwerden der Verbundenheit mit dem Großen und Ganzen in der spirituellen Praxis
-> für den Blick auf das Wesentliche im Alltag
-> für ein lebendiges Miteinander.

Entdecken Sie mit uns die Kraft von Ritualen in der spirituellen Erfahrung und im Alltag und lassen Sie uns gemeinsam erfahren, wie sich diese Kraft für Entwicklung unsere Gesellschaft nutzen lässt!

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