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Die Begleitung

Ethische Grundlagen

Die Zen-Praxis setzt bei allen Personen, die sich für diese Übung interessieren eine psychisch stabile Persönlichkeit voraus. Diese Grundvoraussetzung beinhaltet für alle Übenden wie auch die Lehrenden, dass sie zu selbstreflektierender Haltung fähig sind und Selbstverantwortung für sich und die Übung übernehmen können.

Worauf wir Wert legen

Wir möchten, dass in unserer Linie

  • keine Abhängigkeitsverhältnisse entstehen.
  • der Umgang mit Geld transparent und nachvollziehbar ist.
  • zwischen den Lehrenden und den Teilnehmenden keine intimen Beziehungen eingegangen werden, so lange ein Lehrer/Schüler oder ein Begleitungs-Verhältnis besteht.

 

Ethik-Kommission

Zum Zwecke der Supervision und als Ansprechpartner für eventuelle Anfragen hat unsere Linie eine Ethik-Kommission berufen. An sie können sich Schüler wie Lehrer mit ihren Anliegen jederzeit wenden.
Ihre Mitglieder sind:

  • Manfred Rosen, Kontakt: doerp@me.com
  • Juanita Werner, Kontakt: juanita.werner@t-online.de
  • Christine Paterok, Kontakt: info@raum-spirituelle-wege.de
  • Michael Krusche, Kontakt: krusche.michael@gmx.de

 

Grundsätze der Begleitung in der Linie "Leere Wolke"

Möglichkeit der Begleitung

Die gegenseitige Begleitung auf dem Lebensweg ist wohl eine der ältesten menschlichen Traditionen. Zen ist ein Lebensweg. Begleitung auf dem Zen-Weg bedeutet in unserer Linie, dass alle Personen, die sich dafür entscheiden, mit uns gemeinsam den Übungsweg zu gehen, auch die Möglichkeit in Anspruch nehmen können, sich von ausgebildeten und autorisierten Lehrerinnen und Lehrern begleiten zu lassen. Solch eine Begleitung, in der Zen-Tradition als Lehrer-Schüler-Verhältnis bekannt, ist bei uns eine Möglichkeit und keine Notwendigkeit. Es besteht für jeden Übenden die Möglichkeit, aber nicht die Verpflichtung einer Begleitung oder Schülerschaft. Die Teilnahme an Sesshins und Retreats ist auch ohne derartige Beziehung möglich.

Arten von Begleitung

Begleitung bedeutet in unserer Linie, dass jeder der mit uns übt, die Möglichkeit hat, seine Übung und die damit verbundenen Erfahrungen einer genaueren Supervision unterziehen zu lassen. Dies geschieht normalerweise innerhalb eines Einzelgespräches, welches im Sesshin unter dem Namen „Dokusan“ bekannt ist und auch außerhalb der Übungsperioden nach Absprache möglich ist.

Das Lehrer-Schüler-Verhältnis ist eine besondere Art der Begleitung auf dem Zen-Weg und bedeutet in unserer Linie die Intensivierung des Austausches, verbunden mit der temporären Festlegung auf eine bestimmte Lehrerin oder einen bestimmten Lehrer. Der Vorteil dieser Art von Begleitung liegt darin, dass man sich gegenseitig besser kennenlernt, was das Miteinander auf dem Zenweg ungemein erleichtert und der eigenen Übung mehr Klarheit und Ausdauer verleiht.

Bei der Frage und der Suche nach dem besten Meister bedenken Sie folgendes: Eine Meisterin oder ein Meister ist für mich als Übender immer die Person, die im gegenwärtigen Augenblick präsenter ist als ich und das kann die Verkäuferin an der Kasse im Supermarkt genauso gut verkörpern wie ein berühmter Meister im Dokusan.