Wir erforschen, gestalten und fördern Spiritualität heute.

Die formale Übung

Kontemplation als Übungsweg

Die Praxis der Kontemplation ist nicht in die Präsenz zu kommen, sondern wach und bewusst das Gegenwärtige wahrzunehmen und sich ihr hinzugeben, das heißt den bewertenden und urteilenden Geist mit seinen Absichten, Erwartungen oder Befürchtungen zurückzulassen.

Sitzen in der Stille

In uns sollte Stille sein, die uns öffnet und weit macht - zu lauschen auf die zeitlose Ewigkeit. Beim stillen Sitzen als reine Praxis der Kontemplation fokussieren wir den Geist auf unseren Atem, mit dem wir ein möglichst einsilbiges Wort verbinden können, oder wir öffnen unseren Geist als ein Lauschen oder „Schauen ins nackte Sein“ (Wolke des Nichtwissens). Sie hilft uns zu erwachen zur Gegenwärtigkeit des Göttlichen inmitten unseres Herzens. Es ist „ein Erkennen – ein Lieben“ (Meister Eckhart).

Weitere Übungsformen

Neben der Kontemplation als Praxis des Sitzens in der Stille und der Herzenspraxis, die uns helfen zu erwachen zur Gegenwärtigkeit des Göttlichen in uns, werden auch andere uns unterstützende Übungsformen der Kontemplation praktiziert: die Übung des Gehens, des Exerzitiums - das achtsame Arbeiten als Übung des Alltags, das Tönen, das Körpergebet und Rezitationen mystischer Texte und Rituale, die den achtsamen Geist und das mitfühlende Herz des Übenden unterstützen. Zur Beschreibung weiterer Übungsformen

Einführungskurse

Ein Einführungskurs macht uns mit dem Struktur und der Praxis der Kontemplation und deren begleitenden Übungen vertraut. Die Kontemplation-Einführungskurse am Benediktushof in Holzkirchen werden von autorisierten KontemplationslehrerInnen der Linie „Wolke des Nichtwissens“ angeboten.

Kontemplation in einer Gruppe

Neben der persönlichen Praxis ist die Übung in einer Gruppe sehr unterstützend. Sie ist hilfreich um unsere eigenen Konditionierungen und Identifikationen zu erkennen und besser anzunehmen, zu korrigieren und schließlich loszulassen. Auch diese Kontemplations-Übungskurse bietet der  Benediktushof Kurse an.

Die Gruppe als Weggemeinschaft trägt unsere eigene Praxis und stärkt und hilft uns in schwierigen Momenten der Kontemplation. Die gemeinsame Praxis gehört zum Wesen der Kontemplation und sollte durch Achtsamkeit und Mitgefühl geprägt und von gegenseitigem Respekt getragen sein.
Für das Üben in Wohnort-Nähe, finden Sie hier eine Übersicht von Meditationsgruppen in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern.