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Die Vorträge des Stiftungssymposiums
 

Die Vorträge des Stiftungssymposium „Das Jahrhundert von Willigis – Zeitzeugen einer Zeitenwende“ sind jetzt online.
Jon Kabat-Zinn, Anselm Grün, Sylvia Kolk, Gert Scobel und Alexander Poraj blickten aus unterschiedlichen Perspektiven auf Willigis Jägers Lebenswerk und spirituelle Praxis. Die einzelnen Links zu den Vorträgen finden Sie hier:

 

Jon Kabat-Zinn – A Confluence of Streams:  Potential Benefits (and Pitfalls) from the Intersection of Science with Mindfulness Meditation Practice and Universal Dharma

Vortrag englisch, mit Simultan-Übersetzung

Vortrag im Originalton englisch

In seinem Eröffnungsvortrag berichtete ein wunderbarer Jon Kabat-Zinn von seinen früheren Begegnungen mit Willigis Jäger. Es war spürbar, wie sehr es eine Herzensangelegenheit für Jon war, bei dem Symposium zu Ehren von Willigis Jäger dabei zu sein. Er war aus den USA für seinen Online Vortrag zugeschaltet und erfüllte den Raum mit seiner erstaunlichen Präsenz.
Es sprach dabei sehr aktuell über die Bedeutung von Achtsamkeit. „The real meditation practice is life itself, not what happens in Zendo.“
Und er lud auch zum regelmäßigen Üben ein: „We are born with awareness but access to awareness needs to be practiced.

Anselm Grün – Die christliche Spiritualität auf ihrem Weg in die Zukunft.

Link zum Vortrag

Anselm Grün sprach am Samstag Vormittag  über „Christliche Spiritualität auf ihrem Weg in die Zukunft.“ Er würdigte dabei die persönliche Beziehung zu seinem Mit-Bruder Willigis Jäger und nahm gleichzeitig Bezug zu Tendenzen der gesellschaftlichen Spaltung. „In der Tiefe sind wir schon immer Eins. Wenn ich um diese innere Einheit weiß, konnten wir uns auch streiten und es war dennoch ein Miteinander.“ Durch das Gefühl der Verbundenheit kann das Trennende überwunden werden – mit dem direkten Gegenüber, in Familien und in der Gesellschaft.


Dr. Sylvia Kolk – Wann handeln? – Spiritualität im Spannungsfeld zwischen Meditation und gesellschaftlichem Engagement

Link zum Vortrag

Sylvia Kolk, die sich der Vermittlung der Lehren des Buddhismus verschrieben hat, hielt am Samstag ihren Vortrag zu „Spiritualität im Spannungsfeld zwischen Meditation und gesellschaftlichem Engagement“. Sie gab Anregungen, wie man aus der spirituellen Praxis in die Handlung, in das Engagement kommen kann.
Wie auch Willigis sieht Sylvia Kolk die Kraft der Meditation und des spirituellen Weges vor allem dann, wenn sie in den Alltag und dort zu mehr Tiefe in der Welt führen, „denn Achtsamkeit allein wird nicht unsere Welt retten.
Und auf dem Kissen sitzen und von dort Liebe verströmen auch nicht.Erst wenn wir – auch im Kleinen – ins Handeln kommen, kann Transformation und gesellschaftliche Wirkung entstehen. Und so schließt Sylvia Kolk ihren Vortrag damit dass das Ziel der inneren Arbeit sein sollte, sich uneingeschränkt dem Leben zur Verfügung zu stellen.

Gert Scobel – Was ist der Weg? Überlegungen zu einer Praxis der radikalen Mitte.

Link zum Vortrag

Gert Scobel fragte am Samstag Nachmittag „Was ist der Weg?“ und teilte seine Überlegungen zu einer „Praxis der radikalen Mitte“.
Der Weg ist immer das, was jetzt ist. Gert Scobel lädt dazu ein sich auf das undogmatische
leere Feld, auf die Zwischenräume, einzulassen und den Fokus damit auf die „fundamentale Verbundenheit zu richten. In diesem Feld, ohne Theorien und Wertungen, in der reinen Wahrnehmung, können Entscheidungen, die in ihrer Komplexität eigentlich unentscheidbar sind, getroffen werden.
Die Übung der radikalen Mitte bedeutet: wahrnehmen, nichts einordnen. Die Klarheit, die sich aus diesem Gewahrsein speist, kann in einen bewussteren Alltag führen.

Alexander Poraj – Spiritualität oder Religion? Die von Willigis Jäger angeregte Vision der transkonfessionellen Spiritualität.

Link zum Vortrag

Am Sonntag hielt Alexander Poraj seinen Vortrag „Spiritualität oder Religion? Die von Willigis Jäger angeregte Vision der transkonfessionellen Spiritualität“.
Er gab Einblicke in die Herkunft und kulturelle Bedeutung von Begrifflichkeiten
 und lud dazu ein, den Augenblick, das Unmittelbare, zum Zentrum unseres Tuns zu machen.
“Konfession“ bezeichnet als Begriff das Erkennen. Das ist nicht Wissen, sondern eine Haltung, in der uns ein „Gesamtzusammenhang im Kontext der Handlung klar“ wird. 
„Unmittelbarkeit kann man nicht weiter geben.“ Aber in der transkonfessionellen Spiritualität sind wir stets eingeladen, in jedem Moment, immer frisch und neu das wahrzunehmen, was gerade ist. So ist auch Willigis Jäger auf den Geschmack der Unmittelbarkeit gekommen und hat in seinem Wirken eine Kultur des Miteinanders gestaltet und lebendig werden lassen.

Weitere Impressionen und Eindrücke des Symposiums finden Sie hier.