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Die Übungswege Zen und Kontemplation
 

Die Übungswege Kontemplation und Zen, wie sie in beiden Willigis Jäger-Linien geübt werden, können Praktizierenden einen Zugang eröffnen, präsent in der Gegenwart zu sein. Das Sitzen in Stille ist auf beiden Übungswegen das Herz der Übung.

Europaweit gibt es Sitzgruppen der beiden Linien, bei denen sich Praktizierende regelmäßig treffen, um gemeinsam zu üben.

Diese Gruppen sind offen und Interessierte können zu den jeweiligen Übungszeiten einfach dazukommen. Ein*e Sitzgruppenleiter*in organisiert den Raum, leitet die Rituale an und setzt den Rahmen für die gemeinsame Übung. Eine individuelle Begleitung der Übung kann dann im Kurs oder in einer Sitzgruppe mit einem eine*m autorisierten Lehrer*in erfolgen. Zur Übersicht über die Sitzgruppen der Linien in Europa.

Die Art der Übung und der Anleitung unterscheiden sich in den verschiedenen Traditionen mehr oder weniger. Auch innerhalb der Richtungen des Zen und der Mystik gibt es neben den Gemeinsamkeiten auch Unterschiede. Was eint, ist die Sehnsucht der Menschen sich in der Transzendenz zu erfahren.

Die Übung im Zen

Im Zen wird beim Zazen, dem „nur Sitzen“, die Aufmerksamkeit auf den Körper oder den Atem fokussiert. Wird die Aufmerksamkeit eine Zeit lang gehalten, erleben wir die Präsenz, das einfach Dasein im Hier und Jetzt, den Raum des offenen Gewahrseins. Neben dem Zazen gibt es beim Zen die Übung des Kinhin, des achtsamen Gehens, oder auch Samu, das achtsame Arbeiten. Eingebettet sind die Übungen in Rituale, die alle dazu dienen, die Aufmerksamkeit zu schärfen. Mehr zum Zen

 

Die Übung in der Kontemplation

Beim stillen Sitzen als reine Praxis der Kontemplation fokussieren wir ebenfalls den Geist auf unseren Atem, mit dem wir ein möglichst einsilbiges Wort verbinden können, oder wir öffnen unseren Geist als ein Lauschen oder „Schauen ins nackte Sein“ (Wolke des Nichtwissens). Es ist „ein Erkennen – ein Lieben“ (Meister Eckhart). Daneben werden auch andere unterstützende Übungsformen praktiziert: die Übung des Gehens, des Exerzitiums – das achtsame Arbeiten als Übung des Alltags -, das Tönen, das Körpergebet und Rezitationen mystischer Texte und Rituale, die den achtsamen Geist und das mitfühlende Herz des Übenden unterstützen. Mehr zur Kontemplation