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10 Jahre Zen-Linie
 

Vom 30. April bis zum 5. Mai trafen sich mehr als 50 Lehrer der Zen-Linie „Leere Wolke“ gemeinsam mit ihrem Gründer Willigis Jäger zum alljährlichen Austausch und einer Weiterbildung. Dieses Mal gab es aber vor allem das zehnjährige Bestehen der Linie zu feiern, was in bewegender und würdiger Weise gelang.

Die Zen-Linie „Leere Wolke“ steht für ein reines, unverfälschtes Zen, nicht gebunden an eine bestimmte Religion oder Konfession, nicht verbunden an eine monastische Tradition sondern ein Laien-Zen, dass das jeweils ganz alltägliche Leben in den Mittelpunkt seiner Übung stellt. Zu ihren Grundsätzen zählt eine universelle Ethik, die Gleichberechtigung von Mann und Frau und eine kontinuierliche Standortbestimmung in der Auseinandersetzung mit zeitgenössischen narrativen Strömungen in Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft.

Schwerpunkt der diesjährigen Fortbildung war die Auseinandersetzung mit einem der zentralen Texte der Zen-Tradition, des Herz-Sutras. Der Soto-Mönch Heinz-Jürgen Metzger und der Religionswissenschaftler Professor Dr. Bernhard Uhde referierten dabei zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden in den Sichtweisen des Ostens und des Westens.

In einer kleinen Zeremonie in der Kapelle des Benediktushofes wurden von den Nachfolgern Willigis Jägers neue Zen-LehrerInnen und assistierende LehrerInnen ernannt.