Kyo-Un Roshi
 

 

Mein persönlicher Zenweg Drucken

15 Jahre (bis zu seinem Tod) war ich Zen­schüler bei Yamada Kô-un Roshi. Sechs Jahre lebte ich in seiner unmittelbaren Nähe im Zendo in Kamakura und stieg aus meinem Beruf aus, um in dieser Zeit unter seiner Lei­tung Zazen zu üben. Jeden Tag saß ich viele Stunden in seinem Zendo und ging regelmä­ßig zum Dokusan.

Ich erlebte ihn als Zen­meister nicht nur im Teisho und in Sesshins, sondern auch im persönlichen, menschlichen Umgang und Kontakt. Ko-un Roshi ließ mich nach entsprechenden Erfahrungen zum Koanstudium zu. Nachdem ich mit ihm durch alle Koans hindurchgegangen war, gab er mir 1981 die Lehrbefugnis für Zen.

Ich vertiefte mein Zen durch die ständige Praxis des Sitzens und bei wiederholten Besuchen im Zentrum von Kô-un Roshi in Kamakura. Es ist daher ganz selbstverständlich, dass ich das Zen, wie er es gelehrt und vor allem auch gelebt hat, weitergebe. 1983 weihte Kô-un Roshi mit Abt Fidelis von Münsterschwarzach das Zendo in Würzburg ein und gab mir die öffentliche Anerkennung als Zenlehrer.

1996 überreichte mir Kubota-Roshi, der damalige Abt der Sanbôkyôdan-Schule, das „Certificate of Dharma-transmission‟ und gab mir so die endgültige Bestätigung und Anerkennung als Zenmeister und als 87. Nachfolger von Shakyamuni Buddha.  Seitdem ist es neben der Kontemplation meine wichtigste Lebensaufgabe, Menschen in den Weg des Zen einzuführen und zu begleiten. Ko-un Roshi, der selbst fest im Leben stand und eine Klinik leitete, lehrte mich, dass das Leben selbst das wichtigste Koan ist, ein Lebensweg, der ganz unabhängig ist von jeder Konfession. Ich lehre also das Zen der Sanbôkyôdan-Schule, das ich von Ko-un Roshi übernommen habe und weitergebe.

Im Juni 2009 gründete ich die neue Zenlinie, der ich meinen Dharma-Namen „Leere Wolke‟ gab. Sie versteht sich als spiritueller Weg des Herzens, der den modernen Menschen der westlichen Kultur in seiner komplexen Lebenssituation begleitet. Diese neue Zenlinie, die ihre Heimat auf dem Benediktushof in Holzkirchen bei Würzburg hat, will die Menschen von heute erreichen, ihnen einen Weg aufzeigen, der zur persönlichen Entfaltung ihres Lebens beiträgt und sie in die Verantwortung für die Welt führt

Am 23. Oktober 2009 übertrug mir im Bailin Tempel - dem Tempel und der Grabstätte des Chan Meisters Joshû - Chan-Grossmeister Jing Hui im Beisein des Chan-Meisters und Abtes  Ming Hai den Dharma. Damit wurde ich auch als 45. Nachfolger des Chan-Meisters Lin chi (jap. Rinzai) bestätigt.

 

Zen im Westen

Das Wesentliche des Zen kann nicht mit Worten vermittelt werden, es ist nur von Herz zu Herz und außerhalb von Schriften übertragar. Als der Buddha einst eine Blume vor einer großen Mönchsversammlung empor hob, lächelte Mahakasyapa. Er hat das Wesen des Zen in einem Augenblick begriffen. Dies ist der Ursprung des Zen. Danach überlieferten die achtundzwanzig Patriarchen in Indien und die Patriarchen in China diese Wahrheit kontinuierlich weiter. Sie bewahrten das Dharma.

Nach dem sechsten Patriarchen entstanden zuerst jeweils im Süden als auch im Norden eine Zenrichtung. Danach verzweigte sich das Zen weiter in fünf und später in sieben Schulen, blieb aber im Wesen das Gleiche. Die Maxime dieser Zenüberlieferung von Herz zu Herz bleibt immer unverändert. Schon in meiner Jugend war ich überzeugt, dass es eine Erfahrungsebene jenseits des Verstandes gibt. Meister Kubota in Japan und Meister Jinghui Benzong in China bestätigten mich als Zenmeister und Dharmanachfolger ihrer Zenschulen. – Um den Menschen aus allen Schichten dieses Zen zu übermitteln bin ich immer noch tätig .

In 2010 habe ich Doris Zölls und Alexander Poraj eine Übertragung als Zenmeister gegeben.  

 

Willigis Jäger
 

 

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