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Die Übung des Zen

"Das wahre Wesen allen Seins ist nicht etwas, das durch Disziplin erreicht oder erlangt wird.

Es ist nicht eine Beschaffenheit des Geistes oder religiöser Ekstase; 
es ist dort, wo du stehst, makellos so, wie es ist. Alles, was du tun musst, um es zu erkennen, ist, du selbst zu sein, genau wie du bist; zu tun, genau was du tust,
 ohne Kommentar, Befangenheit oder Urteil."

Diese Worte des Zenmeisters Bankei zeigen auf, in welche Richtung die Zen-Praxis 
geht. Es ist die Übung, in die Präsenz zu kommen und den bewertenden Geist hinter sich zu lassen.

Zazen, Kinhin und Samu

Beim Zazen, dem "nur Sitzen", wird die Aufmerksamkeit auf den Körper oder den Atem fokussiert. Wird die Aufmerksamkeit eine Zeit lang gehalten, erleben wir die Präsenz, das einfach Dasein im Hier und Jetzt. Neben dem Zazen gibt es die Übung des Kinhin, des achtsamen Gehens, oder auch Samu, das achtsame Arbeiten. Eingebettet sind die Übungen in Rituale, die alle dazu dienen, die Aufmerksamkeit zu schärfen.

Einführungskurse

Um einen Einstieg in die Übung zu finden und sich mit Ritualen und Abläufen vertraut zu machen, ist ein Einführungskurs notwendig. Wichtig ist, dass sie von einem autorisierten Zenlehrer oder Zenmeister durchgeführt werden. Die Zen Einführungskurse am Benediktushof in Holzkirchen werden von Zenlehrern oder Zenmeistern der Linie "Leere Wolke" abgehalten.

In der Gruppe üben

Wer Zen praktizieren möchte, sollte neben seiner persönlichen Praxis immer auch in einer Gemeinschaft (Sangha) üben. Eine Gruppe unterstützt einen sehr in der Übung. Sie gibt uns die Kraft auszuhalten und konsequent an der Übung zu bleiben. Darüber hinaus sind die Mitmenschen für uns ein Spiegel und helfen uns, damit unsere Egostruktur zu erkennen und zu korrigieren.

Begleitung und ethische Grundlagen

Auch ein Lehrer oder eine Lehrerin sind sehr wichtig, um sich nicht in den eigenen Gedankenwelten zu verstricken.
 Um das Lehrer-Schüler-Verhältnis zu schützen und einen Rahmen für gegenseitiges Vertrauen zu schaffen, hat die Zenlinie "Leere Wolke" Grundsätze und Regeln für die Begleitung entwickelt. Eine Ethik-Kommission ist Ansprechpartner bei Fragen dazu. Zu den ethischen Grundlagen der Begleitung.

Eine Gemeinschaft ist jedoch nicht nur eine Unterstützung für die eigene Praxis, sondern sie ist selbst ein wesentlicher Teil der Übung. In ihr können wir uns in dem Miteinander mit allen Wesen schulen, das von Achtsamkeit und Ehrfurcht geprägt sein sollte. Hier finden Sie eine Übersicht von Meditationsgruppen in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern.