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Über Zen

Zen ist Unmittelbarkeit und Gegenwart.

Gegenwart kann nicht erreicht werden, weil sie immer schon ist. Auch wir sind letztlich nichts anderes als Gegenwart. Deswegen brauchen wir sie weder zu suchen noch erreichen zu wollen. Wir können ihrer gewahr werden, indem wir präsent sind.

Erwachen

Präsent zu sein bedeutet völlig selbstvergessen eins zu sein mit dem, was ist. Wir erfahren die Wirklichkeit als „Ist“, als ein grenzenloses unmittelbares Jetzt. Diesen Moment nennt man „Erwachen” und die Person, die es realisiert hat, den „Erwachten“. Dafür steht im Sanskrit das Wort „Buddha“.

Chan und Zen

Innerhalb der buddhistischen Tradition hat sich das chinesische Chan diesem „Ist“ in seiner Unmittelbarkeit verschrieben. Aus dem Chan sind später das japanische und das koreanische Zen entstanden. Damit ist seit dem 4. Jahrhundert das Chan und später das Zen im Osten wie im Westen dieser so verstandenen „Buddhaschaft“ verpflichtet. Zen steht damit für Unmittelbarkeit, Einheit und Gegenwärtigkeit.

Zen ist eine komplexe, länderübergreifende Schule, in der es um die lebendige Einsicht in die Beschaffenheit der Wirklichkeit geht. Zu dieser Einsicht führt den Übenden Zazen (Sitzen in Stille). Und um Zazen zu verstehen, muss man es erleben.

Zen ist die Übung in Präsenz zu kommen und den bewertenden Geist hinter sich zu lassen. Gelingt es uns dabei die Aufmerksamkeit zu halten, erleben wir das Dasein im Hier und Jetzt.

Neben den klassischen Zen Texten gibt es eine Vielzahl von Veröffentlichungen, die Zen in die Lebenswirklichkeit des 21. Jahrhunderts transportieren.
 

Die Zen Linie Leere Wolke entstand 2009 und bringt die äußeren Umstände der Zen Übung und formelle Aspekte des Zen mit dem Zeitgeist der westlichen Kultur in Einklang.