Wir erforschen, gestalten und fördern Spiritualität heute.

Die formale Übung

Kontemplation als Übungsweg

Die Kontemplation kennt ähnlich dem Zen eine formale Übungstruktur und wiederkehrende Übungsformen. Sie erleichtern den Weg in die Sammlung des Bewusstseins und in die reine Aufmerksamkeit.

Sitzen in der Stille

„Wenn alles still ist, geschieht am meisten“, schreibt Sören Kierkegaard einmal. Wirkliche Stille beginnt mit dem Schweigen und dem „Bei sich selber bleiben“. Dieser Weg zu einer inneren Stille wird unterstützt durch ein Stillwerden des Leibes.

Körpergebet

Der Weg ins Sein führt über den Körper. Wer die spirituellen Wege betrachtet, stellt fest, dass der Körper ein zuverlässiger Begleiter in die Wirklichkeit sein kann, die jenseits aller Worte, Begriffe und Bilder zu finden ist. Präsenz im Atem, Sitzen, Schreiten, Tanzen in Lauten und Körperhaltungen führen in eine kontemplative Grundhaltung, in ein mystisches Begreifen des alltäglichen Lebens.

Das Tönen

Das Tönen und Singen eines Gottesnamen gehört zu allen mystischen Traditionen. So ist das Tönen eine Brücke zwischen Form und Formlosem. 
Es soll in die Einheit mit dem göttlichen Urgrund führen. Im Tönen geht es um das Einswerden mit dem Klang, das zu einer Öffnung des Bewusstseins führen kann.

Herzenspraxis

"Das höchste Werk, das Gott je wirkte in allen Kreaturen, das ist Barmherzigkeit" (Meister Eckehart).
Barmherzigkeit (lat. Misericordia) bedeutet wörtlich übersetzt – die Dinge „zu Herzen zu nehmen“, in sein Herz nehmen. Die Herzenspraxis unterstützt uns, das Herz vertrauensvoll zu öffnen und so unsere egozentrische Struktur durchlässiger werden zu lassen. Das Ich nimmt die Welt als getrennt von sich wahr, das Herz, das wahre Wesen des Menschen lebt aus der tiefen Verbundenheit mit allem.

Einführungskurse

Um einen Einstieg in die Übung zu finden und sich mit Ritualen und Abläufen vertraut zu machen, ist ein Einführungskurs hilfreich. Am Benediktushof halten die Kontemplationskurse die autorisierten lehrer der Kontemplationsline "Wolke des Nichtwissens.