Teilnehmerstimmen Drucken

Das sagen Teilnehmerinnen, die an von der Stiftung geförderten Angeboten teilgenommen haben.

 

 

Katie Dunn, 23 Jahre, Studienkolleg, war 2016 als Langzeitgast am Benediktushof

 

 

Wie bist Du zum Meditieren gekommen?

Ich hatte zum ersten Mal vor 6 Jahren Kontakt mit Meditation. An der Uni in den USA wurde Yoga im Sportunterricht angeboten und wir haben viele unterschiedliche Meditationsformen ausprobiert, und da habe ich schon gespürt, was es mir bringen kann.


Wie meditierst Du?

Seitdem ich auf dem Benediktushof war, setze ich mich vor eine leere Wand mit geöffneten Augen und versuche mich auf meinen Atem zu konzentrieren. Ich versuche aber auch im Alltag zu meditieren, z.B. im Zug, indem ich alle Geräusche um mich herum erstmal wahrnehme, meine Augen schließe und dann versuche mich auf meinen Atem zu konzentrieren.

Warum meditierst Du? Hat sich für Dich durch die Meditation etwas im Alltag verändert?

Ich bin oft ein verkopfter Mensch. Daher ist es für mich sehr wichtig, dass ich lerne ein bisschen weniger über alles nachzudenken und einfach präsent zu bleiben. Meditation ist  für mich ein Weg zu dieser Präsenz. Das führt dazu, dass ich im Alltag konzentrierter bin und einfach da bin anstatt irgendwo in meiner Gedankenwelt.

Warum ist es gerade für junge Menschen wertvoll zu meditieren?

Ob man von Meditation profitiert ist, glaube ich, altersunabhängig. Umso früher man damit anfängt, umso früher kann man davon profitieren.

Meditieren viele in Deinem Bekanntenkreis oder stehst Du damit eher alleine da?

Erst jetzt hat mein Papa auch angefangen zu meditieren. Außerdem kenne ich schon ein paar Menschen die meditieren, aber wenige die konsquent sind.

 

Was hat Dir der Aufenthalt am Benediktushof gebracht?

Der Aufenthalt hat meinen Horizont erweitert. Ich habe neue Wege und Perspektiven kennengelernt und bin froh, dies als Kraftquelle kennengelernt zu haben. Dieser Ort ist voller positive Energie, und das lässt sich überall spüren.
 

Persönliche Buchtipps

„Die Liebe - Psychologie eines Phänomens“ von Peter Lauster
„Schöne Neue Welt“ von Aldous Huxley

 


 

Anais Moll, 24 Jahre, Studentin Soziale Arbeit, Langzeitgast 2016

Wie bist Du zum Meditieren gekommen?

Der erste richtige Kontakt zur Meditation war 2012 bei einer Reise durch Asien. Dort lernte ich jemanden kennen, der seit vielen Jahren meditiert.

 

Warum meditierst Du?

Warum sollte man erst im Alter anfangen Wege auszuprobieren, um etwas für Körper und Geist zu tun. Vielleicht hilft es ja im Alltag besser mit Stress oder Angst umzugehen. Vielleicht fördert es die Konzentration oder die Gelassenheit. Ich glaube mit Geduld, ohne Erwartungen und einer passenden Herangehensweise ist Meditieren sehr wohltuend. Zumindest schadet es nicht. Probieren geht über Studieren.

 

Was hat Dir der Aufenthalt gebracht?

Der Benediktushof ist ein wundervoller Ort. Die Atmosphäre, die Meister, Mitarbeiter und die Kursangebote laden ein zur Ruhe und raus aus dem Alltag zu kommen und sich selbst zu erfahren. Jetzt, drei Monate nach meinem Aufenthalt spüre ich noch die Nachwirkungen dieser Zeit und erinnere mich selbst immer wieder daran.
Wenn ich auf die Straßenbahn warte, lausche ich den Geräuschen anstatt die Minuten zu zählen. Wenn ich esse, versuche ich die Gewürze heraus zu schmecken und nicht darüber nachzudenken was noch alles auf meiner To-Do Liste steht. In meinen Vorlesungen schaue ich den/die Dozenten/in an und versuche Gedanken, ob ich mittags Sport machen soll oder nicht, ob meine Haare gerade schön sitzen oder nicht usw. einfach vorbei ziehen zu lassen um nicht abzuschweifen und der Lesung folgen zu können.
Wenn Dinge schief gehen und es mir schlecht geht, bemühe ich mich die Gefühle, die wir gerne als "negativ" bezeichnen genauso willkommen zu heißen wie andere und so anzunehmen, wie sie sind. Das ist nicht einfach, aber so übe ich im Alltag weiter im "Jetzt" zu sein und bewusster zu handeln. Mein Lieblingssatz aus einem Vortrag am Benediktushof:  "Wenn du immer das willst, was ist, hast du immer das, was du willst!"
Ohne die West-Östliche Weisheit Willigis Jäger Stiftung wäre ein Aufenthalt am Benediktushof für mich finanziell nicht möglich gewesen und deshalb möchte ich mich herzlich bedanken. Durch die Stiftung wird unterstützt, wofür sich der Benediktushof deutlich ausspricht. Nämlich die Türen für alle zu öffnen.
Ich komme wieder! Schon allein um die hammermäßige Schokomousse Torte wieder genießen zu können ;-)

 

Persönliche Buchtipps

Die Geschichten aus dem Regenbogenland (Lieblingskinderbuch)
Komm ich erzähl dir eine Geschichte - Gorge Bucay
Momo - Michael Ende
Jetzt - Eckhart Tolle
Erzähler der Nacht - Rafik Schami  

Lieblingsfilme

Charlie und die Schokoladenfabrik, Die fabelhafte Welt der Amelie,
Inception, Nach der Hochzeit,
Der Herr der Ringe, Forrest Gump,
About a boy, Cast away

 


 

Elena Seitz-Schäffner, 23 Jahre alt, studiert Geisteswissenschaften, besuchte das Studentencamp

 

 

Wie bist Du zum Meditieren gekommen?

Durch meine Eltern bin ich schon sehr früh mit Zen und Meditation in Berührung gekommen. Lange Zeit war Spiritualität dann kein Thema mehr für mich. Erst mit etwa 17 oder 18 Jahren fing ich an, durch bestimmte Lebensumstände, die schwierig für mich waren, mich wieder damit zu beschäftigen. Einerseits war es die Suche nach einem „Handwerkszeug“, um mit diesen Situationen umzugehen, aber vor allem wollte ich mich selbst ergründen. Also begann ich mich nun intensiver mit Zen zu beschäftigen. Einige Zeit später erfuhr ich vom Studentencamp, das jedes Jahr für junge Menschen in Ausbildung von der „West-Östlichen Weisheit Willigis Jäger Stiftung“ am Benediktushof angeboten wird. Es half mir, meine Praxis zu vertiefen, da ich hier die Möglichkeit hatte, unter fachkundiger Anleitung, auch längere Zeit zu sitzen.

 

Wie kann man sich das Meditieren vorstellen?

Ich sitze auf meinem Meditationskissen in der sogenannten japanischen Sitzhaltung. Meine aktive Hand liegt locker in der Passiven und meine Daumenspitzen berühren sich. Die Augen sind nicht geschlossen und etwa einen halben Meter vor mir auf den Boden gerichtet, jedoch ohne einen Punkt zu fixieren. Es geht mir hauptsächlich darum, mich in meinen Körper zu spüren oder mich selbst beim Denken zu beobachten. Ich versuche, Gedanken nicht weiterzuspinnen und mich nicht darin zu verlieren, sondern einfach nur zu sein.

 

Hat sich für Dich durch die Meditation etwas im Alltag verändert?

Ja, eindeutig. Ich persönlich bin jemand, der sich z.B. in großen Menschenansammlungen schnell unwohl fühlt und das bedeutet oft Stress für mich. Durch die Meditation habe ich gelernt, ganz bei mir selbst zu bleiben, wodurch es mir gelingt in solchen Situationen dann einfach lockerer zu sein.

Man lernt beim Sitzen sehr viel über sich, weil man versteht, was die Gedanken mit einem machen können. Es gibt ja immer wieder bestimmte Angstsituationen. Wenn ich beispielsweise ein wichtiges Vorstellungsgespräch habe, kommen eventuell Gedanken wie: „Was, wenn meine Qualifikationen nicht reichen?“ oder „Wie werde ich wahrgenommen?“.

Man spinnt sich also schon im Voraus eine Story zusammen, auf die sich gleichzeitig Gefühle, wie z.B. Scham und Unsicherheit setzen. Mit diesen Gefühlen identifiziert man sich schnell und meint schon jetzt zu wissen, wie das Vorstellungsgespräch ablaufen wird. Das jedoch sind Fantasien und Illusionen. Ist man aber offen für bevorstehende Situationen und schafft es, Gedankengänge, die in die „falsche“ Richtung gehen, zu stoppen, bleibt gar nicht mehr viel Raum für negative Emotionen, wie z.B. Angst. Dadurch gewinnt das Leben eine gewisse Leichtigkeit.

 

Warum denkst Du, ist es gerade für junge Menschen wertvoll zu meditieren?

Gerade in jungen Jahren und auf dem Weg ins Erwachsen werden, passieren sehr viele Veränderungen, die auch Schmerz und Unsicherheit mit sich bringen. Hier finde ich es sehr wichtig, den Schmerz oder die Unsicherheiten auch als solche zu erkennen und zuzulassen, aber ohne sich darin zu verlieren, sondern einfach zu sagen: Es ist jetzt nun mal so, wie es ist, es geht mir schlecht und das darf auch so sein. Das bringt Erleichterung mit sich und hat zur Folge, dass man nicht versucht sich abzulenken, um den Schmerz zu vergessen oder mit irgendetwas zu kompensieren. Durch meditative Übungen und das Sein in der Gegenwart kann man dies erlernen und vertiefen.

 

Meditieren viele in Deinem Bekanntenkreis oder stehst Du damit eher alleine da?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele in meiner Altersgruppe, Meditation mit Esoterik in Verbindung bringen. Dabei ist Zen oder die meditative Übung alles andere als das. Es ist einfach nur eine sehr alte Praxis, um gegenwärtiger zu sein. Ich beobachte häufig, dass Gleichaltrige viel im Außen leben und sich eher selten mit sich selbst beschäftigen. Beziehungsweise, wenn sie es tun, das dann nicht zur Sprache bringen (wollen), vielleicht weil eine gewisse Unsicherheit herrscht, oder die Angst vor dem Anderssein da ist.
Zu bestimmten Zeiten dachte ich schon, damit eher alleine dazustehen. Dadurch aber, dass ich mich viel mit dem Thema auseinandersetze, komme ich automatisch mit Menschen in Kontakt, die sich ebenfalls für Meditation und Spiritualität interessieren.
Sehr inspirierend fand ich dabei die Vorträge und Workshops im Rahmen des Camps und den Austausch mit anderen Interessierten in meinem Alter. Besonders toll ist es natürlich, dass das Camp von der Stiftung bezuschusst wird und dadurch für junge Menschen erst möglich gemacht wird.

 

Buchtipps

1. Sawaki, Kodo und Uchiyama, Kosho: Die Zen-Lehre des Landstreichers Kodo

2. Abt Muho: Zazen oder der Weg zum Glück

3. van Grasdorff, Gilles: Der Dalai Lama

4. Poraj, Alexander: Enttäuschung. Eine besondere Einführung ins Zen

5. Kornfield, Jack: Frag den Buddha und geh den Weg des Herzens

6. MacLachlan, Patricia: Schere, Stein, Papier

7. Schami, Rafik: Eine Hand voller Sterne
 

Filmempfehlungen

1. Like Crazy (2011)

2. Die Unsichtbare (2011)

3. Take This Waltz (2011)

4. Der Mann der über Autos sprang (2010) 

5. The Yellow Handkerchief (2008)

 


 

Eva Thiel, 20 Jahre alt, Studentin, besuchte Pfingstfreizeit & Seminar "Zen für Dich!"

 

 

 

Wie bist Du zum Meditieren gekommen?

Vor drei Jahren habe ich das erste Mal an der Pfingstfreizeit des Benediktushofes teilgenommen.

 

Wie meditierst Du?
Das ist eine sehr schwierige Frage. Ich finde Meditation kann man nur schlecht beschreiben, man muss es selbst erleben und fühlen, und wenn man es einmal ausprobiert hat, ist es nur sehr schwer damit aufzuhören! Es gibt ja auch nicht nur Die eine Meditation. So praktiziere ich sowohl Zen als auch Yoga.

 

Warum meditierst Du? Hat sich für Dich durch die Meditation etwas im Alltag verändert?
Vor den Abi Prüfungen im letzten Frühjahr habe ich das erste Mal begonnen, auch zu Hause regelmäßig zu sitzen. Es war ein super Ausgleich, um mal den ganzen Prüfungsstress hinter mir zu lassen und so konnte ich auch relativ viel Aufregung von mir abschütteln. Ich finde, man lernt durch die Meditation bei sich zu bleiben und sich nicht von anderen unter Druck setzen zu lassen. Am meisten begleitet mich die Meditation aber seit meinem Auszug von zu Hause. Ich musste mich ganz neu sortieren und die Meditation hilft mir mit dem Leben alleine zurecht zu kommen. Wenn man meditiert oder auch Yoga macht, stellt sich das Leben im Laufe der Zeit von ganz alleine um. Mittlerweile weiß ich, dass es für mich total wichtig geworden ist täglich zu meditieren, dafür stehe ich auch gerne 20 min. früher auf. Ich habe zwar auch schon vorher versucht bewusst zu leben, aber das hat sich durch die Meditation noch deutlich verstärkt. Wenn ich beispielsweise warte, nutze ich die Zeit, mich ganz auf meinen Atem zu konzentrieren und so eine Zeit bei mir zu sein, anstatt meine Zeit mit Grübeln zu verbringen. Das gilt auch für Dinge wir Putzen oder Abwaschen.

 

Warum denkst Du, ist es gerade für junge Menschen wertvoll zu meditieren?
Der Druck in Schule und Universität nimmt stark zu, zudem orientieren sich sehr viele Menschen nur noch an anderen, anstatt bei sich selbst zu bleiben. Besonders soziale Medien geben vor wie man zu sein hat, und viele junge Leute lassen sich von diesen „Idealen“ unter Druck setzen und sind nicht mehr sie selbst. Die Meditation hilft einem, wieder zu sich zurück zu kommen, was für die weitere Entwicklung des Lebens sehr wichtig ist.

 

Meditieren viele in Deinem Bekanntenkreis oder stehst Du damit eher alleine da?
In meinem Alter meditieren bis jetzt eher wenige, aber ich kann glücklicher Weise feststellen, dass es mittlerweile immer mehr Menschen gibt, die sich mit dem Thema Meditation beschäftigen. Eine Freundin von mir hat ein Jahr in Indien gelebt und dort gehört Meditation und Yoga zum alltäglichen Leben. Sie hat so die Erfahrung gemacht, dass Meditation kein esoterischer Quatsch ist, wie es in der westlichen Welt gerne mal wahrgenommen wird, sondern zum Leben und zur Kultur dazu gehört. Auch Freundinnen, die bisher nur Yoga praktiziert haben, merken, dass auch das Sitzen für sie an Bedeutung gewinnt.
Meine Mutter und einige Freunde meiner Mutter praktizieren schon lange Zen. Ohne Sie wäre ich wahrscheinlich erst später zur Meditation gekommen.

 

Persönliche Buchtipps
Rachel Brathen, Yoga Girl
Thich Nhat Hanh, Über das Wesen des Glücks
Peter Meyer, Beginning to see. Anleitung zur Meditation
Hermann Hesse, Siddharta

 

 

Kurse

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