Benediktushof - Zentrum für spirituelle wege
Neues vom Benediktushof
 
Willigis Jäger: Tanz des Lebens Drucken

Der Tanz des Lebens – Der Grund unseres Menschseins

 
Warum bin ich auf dieser Welt? Warum bin ich gerade an diesem Ort? Warum haben gerade wir uns zusammengefunden? Es gibt keine Zufälle in unserem Leben: Ein innerer Kompass hat uns hierher geführt. Der Lebensweg hat uns hier zusammengeführt, um eine Wende einzuleiten.
 
Um was geht es bei unserer spirituellen Übung? Wir versuchen, aus dem Egotunnel herauszukommen. Der Weg ist sehr einfach. Es ist aber schwer, sich auf diesen einfachen Weg einzulassen. Wir möchten lieber etwas machen oder einen Rat bekommen, wie sich alles in unserem Leben ändert. Auf unserem Weg geht es um das Lassen
 
Wir kommen im Leben nicht weiter, wenn wir uns ständig mit vergangenen Dingen befassen, mit Verletzungen, Enttäuschungen, Beleidigungen. Warum sind wir hier. Wir suchen das Leben. Das klingt großspurig und etwas abgeschmackt. Und doch ist es die Kernfrage. Wir sind nicht in erster Linie diese Form, die wir sind. Die Form ist wichtig. Sie macht uns zu diesem Menschen, der wir sind. Aber sie ist nur die Spielfigur des „Spielers Gott“. Wir sind die Gespielten. Ohne Spielfiguren kein Spiel. Es gibt diesen Urgrund nicht ohne Form. Wir sind die Spielfiguren, die Formen dieses Urgrundes. Er spielt sich selbst in dieser unserer menschlichen Struktur. Leider sind wir nicht bereit mitzuspielen. Die meisten Menschen rennen nur ihren vordergründigen Impulsen nach. Mehr haben, mehr besitzen, mehr erleben. Sie werden von ihrem Ich gespielt. Sie sind noch nicht so weit, dass sie den wahren Grund ihrer Menschwerdung erkennen, das Leben selber zu erfahren, in seiner ganzen Dynamik und Dramatik zu erfahren. 
 
Das Leben ist so verwirrend bunt. In dieser Verwirrung verlieren wir uns zu leicht. Ihr kennt vielleicht die Geschichte von dem Kind, das ein Puzzle geschenkt bekam, mit dem man eine Figur zusammensetzen konnte. Es war damit absolut überfordert, denn es war noch zu klein. Die Welt war ein abstraktes Gebilde. Hoffnungslos saß es vor seinem Puzzle. Da entdeckte es plötzlich, dass auf der Rückseite ein Menschengesicht zum Vorschein kam. Das konnte es zusammensetzen. Damit hatte es die Welt auf der anderen Seite zusammengesetzt. Wir versuchen zu uns selber zu kommen und dem verwirrenden Alltag eine einfache Struktur zu geben. Die Struktur ist unser ganz konkretes Leben und das, was wir damit tun. Ein einfacher Tanzschritt.  Er hilft uns, durch alle Verwirrnisse des Lebens hindurch uns selber zu finden. Wenn die Persönlichkeit in Ordnung kommt, ganz heil wird, dann kommt auch unsere Umwelt von selber in Ordnung. Dann wissen wir, warum wir leben. Das Puzzle Welt bringen wir nur in Ordnung, wenn unsere Gesichter, unsere ganze Persönlichkeit in Ordnung kommen und heil werden. 
 
Der Kosmos ist das Spiel eines leidenschaftli­chen Spielers. Aber dieser Spieler sitzt nicht außen, er vollzieht sich im Spiel. Er krei­ert sich als Spiel. Unsere Lebensaufgabe ist es, gute Mitspieler zu werden und entsprechend den Spielregeln mitzu­kreieren. Wir werden gehin­dert durch unsere Eigenwilligkeit, durch eige­ne Spielregeln, nach de­nen wir spielen wollen. Das sind Vorstellungen, Konzepte, Muster, Konditionierungen. Sie drücken uns nieder, gau­keln uns eine Welt vor, die nicht existiert. Wenn man erst einmal erfahren hat, wie sehr wir uns selber niederhalten durch das, was un­ser Ich ständig dazwischenpfuscht, schüt­teln wir manches ab. Wenn wir merken, dass unser Dazwischenpfuschen Leid bedeutet, hören wir stärker auf unsere Tiefe. 
 
Der Tanz unseres Lebens ist vielgestaltig. Es gehört dazu auch Leid und Schmerz und Neubeginn. Aber das Leid erhält eine ganz neue Bedeutung. Wir wünschen uns einen Himmel, in dem es kein schlechtes Wetter, keine Zahnschmerzen, keine Erdbeben, Überschwemmungen, Kriege, Feind­schaften und Probleme gibt. Aber es gibt nichts außerhalb dieses Ur-Prinzips. Es ist alles einge­schlossen, was sich da in uns und um uns voll­zieht, auch Leid, Krieg und Tod. Es gibt nichts außer diesem göttlichen Tanz, der wird und ent­wird. Mensch sein heißt, mitzu­tanzen und sich als Tänzer und Tanz zu erfah­ren, auch in den leidvollen Erscheinungen unseres Lebens.
 
Ich liebe Rituale und Zeremonien, vor allem die univer­salen, die keiner Religion al­lein zuge­ordnet werden können. Darum nenne ich das, was wir am Benediktushof mit Tanz und Schreiten, mit Tönen und Gebärden tun, Einübung ins Leben. Wir wollen etwas spüren von der Leichtigkeit des Lebens in der Leichtigkeit des Tanzes
 
 

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