Sommerfest 2016 Drucken

„Die Leichtigkeit des Seins“ in all seinen Facetten erleben

Bei ihren Eröffnungsworten ging Doris Zölls der Frage nach der Leichtigkeit nach: Wir erleben immer wieder Leichtes, das sich aber mit seiner Gewichtung zu Schwerem verwandeln kann und sich Schweres als Leichtes erleben lässt. Die Leichtigkeit ist eine Größe, die leicht und schwer übersteigt. Sie ist die Fähigkeit, das Leben in Leichtigkeit anzunehmen, nicht als oberflächlich oder leichtsinnig, sondern als ein Annehmen, so wie es ist und es nicht mit meiner Bewertung zur Belastung oder zur Unerheblichkeit werden zu lassen. Leichtigkeit des Seins, ist gerade das Leben im Augenblick ganz und gar zu leben ohne ihm Bestand geben zu müssen und dadurch es billig oder auch  belastend werden zu lassen. Leichtigkeit hat nichts damit zu tun, etwas nicht ernst  zu nehmen, im Gegenteil, jeder Moment ist ein entscheidender Augenblick des Lebens, doch ich halte ihn nicht fest, indem ich ihn durch meine Brille der Bewertung betrachte und ihm damit meine Farbe gebe.

 

Snoopy

 

Eröffnungs- und Abschlussritual am Labyrinth
Jeder Teilnehmer erhielt eine Rose. Diese symbolisierte in einem Eröffnungsritual am Labyrinth die Leichtigkeit des Lebens in all seinen Wandlungen. Wir empfinden das Leben nicht immer als leicht und angenehm. Aber die Leichtigkeit mit der sich das Leben lebt, geschieht einfach. Und würden wir nicht immer dazwischen funken mit unseren Urteilen, Vorurteilen, Vergleichen und Bewertungen, so gäbe es in Wirklichkeit nur das jeweilige „Ist“. Alexander Poraj forderte auf, am Labyrinth zu stehen mit folgenden Gedankenspiel: „Wir meinen wieder mal, dass wir, wenn wir davor stehen, eben noch nicht drin sind. Sind wir drin, dann sind wir noch nicht am Ziel. Sind wir aber am Ziel, dann kommt die Frage was kommt jetzt? Also symbolisierte die Rose das Angekommen-sein immer schon genau da, wo wir gerade stehen.“
Zum Abschlussritual wurden dann die ausgeteilten Rosen in die Hand genommen, die Blütenblätter langsam gepflückt und diese als Symbol des Loslassens im Labyrinth fallen gelassen. Übrig blieb der Stängel, der als Symbol des Wachsens und Vergehens in eine Feuerschale geworfen wurde. Beides leicht.

Workshops
Das Thema Leichtigkeit konnte in den verschiedenen Workshops erlebt werden:
Mit wunderbarer Leichtigkeit und Eleganz schwebten beispielsweise tausende von Seifenblasen am Himmel von Holzkirchen. Unter Anleitung des Clowns K. Schirott wurde die Vielfalt an Formen und Möglichkeiten erfahrbar.
Gerda Schwartz und ihr Team führten in die Kunst des Origamis ein. So wurden u.a. Schildkröten, Kraniche und Blumen gefaltet.
Im Malworkshop mit Christine Fuchs experimentierten die Teilnehmenden mit Farben und Formen, ganz intuitiv und bewusst ohne festes Konzept im Vorfeld.
Ganz konzentriert lauschten nicht nur die jungen Zuhörer den Märchen aus aller Welt, die die Märchen- und Puppentheaterspielerin Marie-Christine Thury vortrug.
Im Workshop mit Frederik Schenk konnten Besucher balancieren, jonglieren und viele weitere Kunststücke ausprobieren.
Im Workshop Ikebana folgten die Teilnehmer in der Natur den Ruf ihrer ganz eigenen Pflanzen. Damit ausgestattet wurden diese unter Anleitung von Elsbeth Herberich gestellt.
Während man ein Gefühl für Rhythmus im Workshop mit der kurdischen Trommel mit Hadi Alizadeh erlebte, konnte man sich bei der Scherenschnittkünstlerin Karin Dütz bequem zurücklehnen, während sie ein Abbild erstellte.
Auf einen Ausflug nach Griechenland nahm T. Westendorf bei ihrem Workshop Griechischen Tanz mit.
Sich in die fließende Leichtigkeit des Wassers einfühlen sollten sich die Teilnehmer am Butoh-Workshop von Minako Seki. Ein besonderes Erlebnis für alle! Auch das Nepal-Schulprojekt war mit einem Stand und einem Film über die verschiedenen Projekte vertreten.

Rahmenprogramm
Neben geleiteten und stillen Meditationen wurde ein vielfältiges Rahmenprogramm geboten:
Shura Lipovsky und ihr Ensemble Novaya Shira begeisterten mit dem Konzert „Die Leichtigkeit des Seins in der jiddischen Musik & Poesie“.
Die Butoh-Performance „Existenz“ von Minako Seki am Labyrinth führte in eine ganz andere Welt. Der Schauspieler und Theologe Markus Grimm ging der Frage nach, ob es schwer ist zu Sein? Wie ist es möglich, Schwere leicht zu machen? Hier gaben Schriftsteller wie Wilhelm Busch, Schopenhauer, Gebrüder Grimm oder Goethe Antworten. Einen Auszug finden Sie hier: Auszug (PDF)
 

Hier finden Sie Impressionen des Sommerfestes:
Bildergalerie Sommerfest 2016

 

 

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