Artikel in der Mainpost am 29.06.2010 Drucken

Sommerfestival mit Festakt am Benediktushof

 

Holzkirchen (ps) – Festliche Stimmung am Wochenende auf dem Benediktushof!
Viele Gäste aus nah und fern waren der Einladung zu zwei Tagen Feierlichkeiten gefolgt und genossen dies bei strahlendem Wetter.


Den Auftakt zum diesjährigen Sommerfestival, das unter dem Motto „Kontemplation“ stand, bildete ein Festakt zu Ehren von Pater Willigis Jäger, der am 7. März 2010 seinen 85. Geburtstag begehen konnte. Hierzu konnte Geschäftsführer Dirk Ahlhaus honorige Ehrengäste begrüßen, allen voran Gertraud Gruber aus Rottach-Egern, die damals die Entscheidung getroffen hatte, den Benediktushof zu erwerben und diese Aktion finanziell kräftig unterstützt hatte. Sie konnte vor kurzem ihren 89. Geburtstag feiern und ließ es sich nicht nehmen, als Kontemplationsschülerin von Willigis Jäger dabei zu sein. Ebenso Irene Bopp aus München, die als Beraterin dieses Objekt immer in wirtschaftlichen, rechtlichen und finanziellen Fragen begleitet hatte. Neben weiteren geladenen Gästen erwiesen Bürgermeister Klaus Beck und auch Verwandte von Willigis Jäger dem Jubilar ihre Ehre.

Doris Zölls hieß das Kuratorium der Stiftung „West-östliche Weisheit - Willigis Jäger Stiftung“ willkommen. Elisa Maria Jodl sprach als Vertreterin der Würzburger Schule der Kontemplation über die Tatkraft von Pater Willigis, die auch Entscheidungen herausfordere. „Wir sind dankbar, dass du bist, wie du bist“. Humorvoll war sich Professor Hans Wielens vom Präsidium der Stiftung „West-östliche Weisheit“ sicher: „Der Sinn dieser Stiftung ist nichts anderes, als das Gedankengut von Pater Willigis Jäger in die Wirtschaft hineinzutragen“.

Alexander Poraj, der die spirituelle Leitung von Pater Willigis Jäger übernommen hat, war ebenso angetan von dem festlichen Geschehen im Zen-Saal. Dabei dankte er für die „tolle Zusammenarbeit“ bei den Vorbereitungen dieses Festaktes.

Bürgermeister Klaus Beck: „Sie können auf eine beeindruckende Biografie zurückschauen. Wir freuen uns, dass wir in der Gemeinde Holzkirchen ein Stück weit Ihren Weg gemeinsam mit Ihnen gehen können. Ihr Ausspruch ‚Ich bin ein Holzkirchener’ zeugt von der Verbundenheit zur Gemeinde“.

Die Laudatio auf Pater Willigis Jäger durch Professor Dr. Dr. Bernhard Uhde war gespickt mit launigen und hintergründigen Pointen. Professor Uhde ist Inhaber des Lehrstuhls für Religionsgeschichte an der Universität Freiburg und Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Er hob die Geradlinigkeit im Reden und Handeln des Jubilars ebenso hervor wie dessen weisen Humor und die hohe Kunst seiner Menschlichkeit. „Der hier in den Blick Genommene ist ein Lebens- und Lehrmeister, der vielen unter uns ein Beispiel, ein Meister und ein Vorbild ist.“ Und: „Wir sind hier um zu danken, einem, der vieles Vielen geschenkt hat“.

Im Rahmen des Festaktes wurde auch das neu erschienene Buch „Kontemplation“ von Willigis Jäger, Dr. Franz Nikolaus Müller und Beatrice Grimm verfasst, und vom Kreuz Verlag herausgegeben, vorgestellt. Das Buch sei ein Vermächtnis und ein ‚echter Willigis’, so das Ehepaar Dr. Karin und Dr. Rudolf Walter vom Herder-Verlag.

Den Festakt umrahmte das Musik-Trio „ACOUSTIC TREASURERS“ mit Tara Bouman an der Klarinette und Bassklarinette, Markus Stockhausen mit Trompete und Flügelhorn, sowie Mark Nauseef mit Rin, Gongs und Perkussion.

Der Jubilar selbst war gerührt über so viel Ehre und dankte seinen Weggefährten für die lange Unterstützung. „Wir sind eine Karawane, alle die mitziehen wollen, sind herzlich eingeladen. Wir fragen nicht ‚bist Du katholisch oder evangelisch, Asiate, Europäer, Amerikaner?’ Wir fragen nur, willst Du den Weg mit uns gehen? Die Frage ist, was ist der Sinn dieser paar Jahrzehnte in einem zeitlosen Universum? Darauf versuche ich, Antwort zu geben“.

Eine bronzene Christus-Skulptur, gefertigt von Gisela Drescher, Kunsttherapeutin und Zen-Lehrerin, die in München eine Freie Werkstatt für Bildhauerei unterhält, bildete den Schluss-Punkt des Festaktes. Sie wurde in Anwesenheit der mehreren hundert Gäste feierlich eingeweiht. Pater Willigis Jäger ist es damit ein Anliegen, den Christen zu sagen: „Wir haben einen uralten gemeinsamen Weg, der Weg Buddha und der Weg Jesus Christus läuft für mich parallel. Beide Wege leben, lehren und praktizieren wir hier. Darum ist es wichtig, neben der Buddha-Statue am Brunnen eine Christus-Statue hier zu haben“.

Als Gisela Drescher mit dem Werk beauftragt wurde, war ihre Frage: Was ist Christus? Ihre Erkenntnis: Christus ist für mich Mensch geworden! „Und so war es für mich einfach, einen Menschen herauskommen zu lassen. Wie bei einer Geburt. Man weiß zwar nicht, wie er ausschaut, wie er wird, wie er sich entwickelt. Ich hab’s nicht gewusst. Er ist einfach so geworden“. Die Künstlerin erklärte den Werdegang dieser Statue und war erfreut und dankbar dafür, dass sie einen so schönen Platz in einem Buchen-Hain im Schatten der Klosterkirche gefunden hat. Dieses Refugium wurde von Gartengestalter Friedhelm Hellenkamp errichtet, der damit die eindrucksvollen Außenanlagen des Benediktushofes mit diesem Auftrag beendet hat. Friedhelm Hellenkamp hat sich zusammen mit dem Gartenarchitekten Joachim Ottensmann lange in Japan aufgehalten und die uralte Gartenkunst der Klöster und Paläste dort studiert.

Verschiedene Workshops über die zwei Tage verteilt ließen das Sommerfestival zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

 

 

Sommerfestival Kontemplation

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