Sommerfestival 2010 Kontemplation Drucken

von Susanne Schwinn

 

Ein herrliches Sommerwochenende war angekündigt und wieder einmal legte der Benediktushof sein prächtiges Festkleid an.

Das farbenfrohe Blumenspiel rund um das ehemalige Kloster leuchtete den Gästen fröhlich entgegen und die liebevoll dekorierten Räume ließen auf einen besonderen Anlass schließen. Mehr als dreihundert Gäste, Wegbegleiter/innen, Freunde und Verwandte waren gekommen, um den 85. Geburtstag von Willigis Jäger zu feiern.

Geschäftsführer Dirk Ahlhaus und die Spirituelle Leitung, Doris Zölls und Alexander Poraj, fanden freundliche Worte für alle, die sich auf den Weg gemacht hatten und begrüßten dazu Frau Gertraud Gruber und ihre Beraterin Irene Bopp, die Mitglieder des Stiftungsrates der „West-östliche Weisheit - Willigis Jäger Stiftung“, den Vorsitzenden des Vereins Spirituelle Wege Hans Beat Jenny, die Vorstandsmitglieder der „Würzburger Schule der Kontemplation“, die Leitung des Sonnenhofes, den Holzkirchener Bürgermeister Klaus Beck und Ehepaar Walter vom Herder Verlag.

Symbolträchtige Geschenke wurden dem Jubilar überreicht und herzliche Worte voll der Anerkennung an ihn gerichtet. Da war die Rede von seiner Tatkraft und Präsenz, seiner Entscheidungsfreude und der Kunst, Loslassen zu können. Der mutige Schritt zur Stiftungsgründung wurde von Prof. Dr. Hans Wielens erwähnt und der Bürgermeister sprach von der beeindruckenden Biographie Willigis Jäger´s. Er brachte die Zuhörerschaft zum Schmunzeln, als er bemerkte, dass dieser den Genüssen des Lebens nicht ganz abgeneigt sei und sich auch gerne einmal zum Glas Wein einladen lässt.


Ein Juchzen hinterließ auch Beatrice Grimm´s Erinnerung an einen ehemaligen Referenten, der forsch äußerte: „Mir ist Willigis ein wenig zu viel Ozean“ und dieser daraufhin aufsprang und erwiderte: „Ich bin eine leidenschaftliche Welle“.
Humorvoll, spritzig und wissenschaftlich zugleich hielt Prof. Dr. Bernhard Uhde von der Universität Freiburg die Laudatio, in der er hervorhob, dass Willigis Jäger die verschiedenen Religionen nicht vermische, sondern nach dem einheitlichen Grund der Traditionen suche. Seine Größe sei darin zu finden, dass er Erfahrung und Theorie zu vereinen wisse und keine Weltflucht betreibe.


Dr. Walter vom Herder Verlag schloss seine Bucheinführung zum neu erschienenen Buch „Kontemplation“ mit der Bemerkung: „Man soll dem Menschen nicht den ganzen Lob aussprechen, wenn er anwesend ist, nur einen Teil“. Er lobte das Buch als Zukunftssignal für die Weiterentwicklung der Menschheit und bezeichnete es als einen „echten Willigis“.

Zum Schluss kam der Gefeierte selbst zu Wort und beschrieb sich als der „Esel“, der der Karawane vorausgehe. Mit tiefer Überzeugung sprach er vom notwendigen Aufbruch unserer Spezies hin zu Gemeinschaft, Einheit und Liebe. Großen Dank schenkte er allen Mitarbeiter/innen und zuletzt auch dem Papst: „All das wäre nicht entstanden, wenn er mich nicht aus dem Haus St. Benedikt geworfen hätte“.
Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Trio Accoustic Treasurers mit Markus Stockhausen, Tara Bouman und Mark Nauseef.

Im Anschluss folgte im Innenhof die feierliche Enthüllung einer bronzenen Christusstatue. Die Künstlerin Gisela Drescher freute sich mit den Worten „Jetzt ist er da. Christus hat ein Schlupfloch aus der Kirche gefunden“ als Hinweis auf den besonderen Standort der Statue am hinteren Ausgang der Rundkirche von Balthasar Neumann. Anschließend wurde festlich gespeist und munter geplaudert.

Am Nachmittag startete dann das zweite Sommerfestival zum Thema „Kontemplation“. 180 Menschen kamen, um die Facetten des „Einen“ zu erleben in der Malerei, der Musik, dem Tanz, dem Wort, des Feuers, der Düfte, der Natur.
Alle Räume des Benediktushofes waren gefüllt mit zahlreichen Interessierten, die sich über Zahlen- und Weltmystik informierten, die eintauchten, in die Welt der Ikonenmalerei, der gregorianischen Gesänge und des kontemplativen Tanzes oder die die spirituelle Kraft des Isenheimer Altars, des Labyrinths und der Rose als Heilpflanze erfahren wollten. Es wurde gemalt, gesungen und getanzt, Texte wurden „leibhaftig“ gelesen, Kräuter erkundet und die Kontemplation in der Struktur des Mandalas erforscht. Ein wunderbares Buffet aus der Hildegardküche, das selbstgebraute Bier mit dem passenden Namen „Sitzmeister“ sowie der hauseigene Likör ließen wieder einmal den Hut ziehen vor den beliebten Kochkünsten des Hauses.


Einen runden Abschluss des Tages bildete das Festkonzert mit dem Trio Acoustic Treasures, das die Zuhörer/innen mit freien, zeitgenössischen Improvisationen begeisterte. Der gelungene Tag klang am Lagerfeuer aus, und so lag ein warmer Gemeinschaftsgeist über dem Benediktushof.

 

 

Artikel in der Mainpost am 29.06.2010

Fotogallerie Sommerfestival 2010
  

 

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